Tag 8: Abreise&Ankunft nach und auf Okinawa
17 07 2008
Auf Okinawa findet das Okinawa Koshiki Karatedo Camp 2008 statt. Dazu hatten wir über Oneworld einen Inlandsflug vom Inlandsflughafen Haneda nach Okinawa gebucht. Hiroshi hatte uns gebeten, Bo's, Bokken und Mitt's aus dem Hombu mitzunehmen, zusätzlich zu unseren Waffen. Dementsprechend Gepäck hatten wir auch.
Wir konnten erst gegen 9:00 im Weekly Mansion auschecken, das bedeutete, wir mussten mit all unserem Gepäck in den Berufsverkehr. Klasse. Wir drängten uns mit 1000en arbeitswütigen Japanern in die JR-Line. Wir hatten gar keine andere Chance als dort störend rumzustehen.
Am Flughafen angekommen wurden wir auch gleich von einer Flughafenbediensteten in Empfang genommen, die, nachdem sie unsere Ticket gesehen hat, uns gleich mitteilte, wo wir Einchecken müßen und wo wir unser Gepäck abgeben sollten. Die kleinen Japaner buckelten sich dann auch sichtlich ab mit unserem Gepäck. Service wird eben groß geschrieben. Dann noch etwas Geld geholt am Automaten und zu Starbucks und dann los.
Im Flieger ging es mit dem Service dann auch so weiter. Man hatte das Gefühl, die Stewardessen lesen ständig von den Lippen, ob man irgendeinen Wunsch oder ein Problem hat. Im Flieger war reichlich Platz, die Ferienzeit hat hier auch noch nicht begonnen. Während des Fluges hatten wir auch Gelegenheit, einen Blick auf den Fuji-San zu werfen. Großartig.




Das Klima auf Okinawa ist wärmer und noch feuchter als in Tokyo, dafür ist es windiger. Überall stehen Palmen rum. Shihan Masamitsu hat uns mit einem Kleinbus abgeholt und wir sind erstmal nach Naha City gefahren, um dort zu essen und Hanshi zu treffen, der gerade auf der Shopping Meile war. Hanshi haben wir im Starbucks getroffen, er saß gerade mit Nigel McReady und Howard Sanders zusammen, den Chefs vom australischen Team. Kurz Smalltalk und dann weiter zum Markt. Das kurze Aha-Erlebnis zwischendurch, dass ein Regen von 0 auf 100 kommen kann, war auch sehr interessant. Es war, als ob jemand Kübel ausschüttete. Nass haben wir uns in den überdachten Markt gerettet, in dem wir gegessen haben. Dort sind wir das erste Mal mit Goja in Berührung gekommen, ein Gemüse, was aussieht wie ein stark picklige Gurke. Es wird gesagt, wegen Goja leben auf Okinawa die meisten ältesten Menschen der Welt. Es gibt hier viele 100-jährige. An den Geschmack von Goja muss man sich erst gewöhnen, etwas bitter, inzwischen finde ich sie ganz lecker. Eine andere Besonderheit: Sake mit eingelegten Habu, den Wasserschlangen von Okinawa. Nice. Auf dem Weg ins Hotel haben wir noch Alexandra und Tiffany aufgeladen, beide Aussies.
Das Hotel liegt ziemlich abseits auf einer Anhöhe mit Meerblick. Zum Strand sind es ca. 5min zu gehen. Zimmer sind Western Style mit Balkon und Blick auf Kudaka-Jima, der ehemaligen Famileninsel der Hisatakas.
![]()
Wir hatten gerade kurz Zeit zum Duschen, dann ging auch schon das Welcome Dinner los. 19:00 Uhr war angesetzt, Sven und ich waren ganz knapp unten, da saß Hanshi alleine. Das war nicht gut. Also sind wir wieder los und haben die anderen zusammengeholt. Später haben die Australier von ihrem Chef den Hinweis bekommen, was Pünktlichkeit in Japan bedeute. Solange wie der Chef steht, stehen natürlich alle. Nachdem alle da waren, hat Hanshi die Personen ausgewählt, die an seinem Tisch mit sitzen durften. Das kommt für das Fußvolk natürlich nicht in Frage, i.allg. sind das die Länderchefs und ausgewählte Shihans oder Gäste, die als Lobby gewonnen werden sollen. Es ist aber sicher auch etwas anstrenged dort zu sitzen, es geht dann sehr viel um Etikette. Als Hanshi sich gesetzt hat, durften sich alle anderen setzen.
Dann die Begrüßung durch Hanshi, heute waren nur Team Germany und Team Australia angekommen, in den späten Abendstunden wurde noch eine Abordnung aus Afrika und für morgen noch die Schweizer, die Kanadier und die restlichen Japaner erwartet.
Das Essen geht los, wenn Hanshi die Erlaubnis dazu gibt, i.allg. dann, wenn alle Tische versorgt sind. Durch die vorherigen Essen mit Hanshi und Masamitsu-San war ich inzwischen als "No Meat" bekannt, dementsprechend gab es auch nur vegetarisch für mich
So ein Stück Fisch wäre schon nicht schlecht gewesen. Aber schon interessant, wie vielfältig Gemüse gestaltet werden kann. Ansonsten war das Essen im Chinese Style, die gekochten Teile des Essens wurden auf einer Drehscheibe serviert, jeder an einem runden Tisch konnte sich sein Lieblingsessen zusammenstellen. Das Essen endet, wenn Hanshi das Signal dazu gibt, dann stehen alle auf, Hanshi geht und die "Party" ist zu Ende.
Nach dem Essen haben die Chefs noch den Fahrplan für die nächsten Tage zusammengestellt, wir haben noch ein Absacker-Bier getrunken, vielleicht auch zwei und der Tag endete.
Kategorien : Japan
Trackbacks : Keine Trackbacks »

Trackbacks
Keine Trackbacks