Tag 9: Training, Besuch bei der Stadtverwaltung, Okinawa-World
18 07 2008Derart gestärkt kann auch 09.00 Uhr das Training starten. Das Dojo bestand aus viel frischer Luft und grünem Grass mit Blick auf Kudaka-Jima. Die Sonne brannte bereits um diese Zeit, Eincremen war wichtig. Die Australier waren offensichtlich auf Shiai-Training eingestellt, denn alle hatten schon ihren Bogu an. Shihan Masamitsu klärte sie dann auf, ok, Bogu wieder aus.
Nach ein paar einleitenden Worten ging es dann los mit Erwärmung. Laufen über den Platz, Kombinationen beim Laufen, Rollen mit Punchen &Kicken, Schubkarre vorwärts&rückwärts quer über den Platz, da soll nochmal einer jammern wegen den Grassflecken im Gi. Für mich war die Fitness von Hanshi beeindruckend, wie er mit seinen 68 Jahren über den Platz lief, rollte und dabei Kombinationen machte. Jetzt war man schon bereits aufgeweicht. Trinken war bitternötig, aufgrund der Sonne kam auch ein Gartenschlauch ganz gut, mit dem man den Kopf in den 5-minütigen Pausen unter Wasser setzen konnte.
Nach der Erwärmung haben wir Kata Kudaka no Sochin geübt. Danach Shiai-Training, Bogu an, 2er und 3er Kombinationen Kicks und Punches am Partner. Bei der Sonneneinstrahlung war das face guard schon fast eine Wohltat. Man schwitzt zwar noch mehr, aber der Kopf war sozusagen im Schatten. Das Schwitzen ist eh egal, es ist eh alles klatschnass. Freies Arbeiten war angesagt.
Der Spruch von Hanshi "Don't walk in the Dojo, run or fight" hat sich bei mir eingebrannt.
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Nach dem Lunch ging es zu einer kleinen Promotion-Tour in die Stadtverwaltung von Naha. Bei der Gelegenheit konnten wir auch mal ein japanisches Großraumbüro begutachten. Hanshi stellte der Stadtverwaltung von Naha die Wichtigkeit von Koshiki Karatedo dar und unterstrich das durch unsere Anwesenheit.
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Weiter ging es nach Okinawa World. Dort wird noch mal geballt dargestellt, was Okinawa an Leben und Kultur ausmacht. Da wir schon sehr spät waren, konzentrierten wir uns auf die Habu-Ausstellung (die Wasserschlangen Okinawas), auf die Pflanzenwelt von Okinawa, auf die Sake-Produktion und besuchten eine Tropfsteinhöhle.
Nach dem Lunch, heute Japanese Style haben wir noch mit der mit Japanern und Aussies zusammengesessen, Absacker war diesmal Bier und Sake (Awamori), für dessen Produktion Wasserschlangen benötigt werden, um das nötige Aroma zu geben.
Inzwischen ist auch Shihan Mamadou mit seiner Schülerin Francesca aus der Schweitz und Paul Ford mit einem Schüler James aus Kanada angekommen. Mit Paul hatte ich schon 2004 zusammen im Hombu-Dojo gerne trainiert.
Die Aussies sind schon ein lustiges Völkchen, ihnen ging es neben dem Training in der Hauptsache um Party, dementsprechend standen auch die Rum-Flaschen auf dem Tisch. ![]()
Kategorien : Japan
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