Tag 10: Besuch Shurijo Schloß und Training im Budokan
19 07 2008
7:00 Uhr Frühstück war selbstredend, 08:00 Uhr sollte eigentlich Training auf dem Grass sein, aufgrund des Zeitplanes wurde das gecancelt. Es stand der Besuch des Shurijo Schloßes an. Das Shurijo-Schloß war der Sitz der Ryukyu-Könige, als Okinawa noch ein eigenständiges Königreich gewesen ist.







Es ist in vielen Fällen originalgetreu nachgebaut worden, so dass man einen sehr guten Gesamteindruck über das Königshaus erhält. Am Ende konnten wir noch okinawianische Tänze bewundern.
Lunch gab es in der Markthalle, in der wir bei unserer Ankunft schon gegessen haben.

Von dortaus ging es weiter in den Budokan-Komplex, das größte Trainings-Center für Budo auf Okinawa. In verschiedenen Hallen finden Trainings statt. Wie im Hombu gab es normalen Holzfußboden, wobei der im Hombu wenigstens noch schwingt. Egal los ging es: Erwärmung wieder wie am Tag vorher: Vorwärts laufen, rückwärts laufen, Rollen, Radschlagen und dabei kicken&punchen, Rollen aus dem Holzfußboden kam gut. Huckpack ging noch, dann aber den Partner auf die Schulter nehmen und in Sanchin Hoko vorwärts und Rückwärts durch die Halle laufen - James aus Kanada hatte mit mir einen Hauptgewinn. Olaf wurde von Tiffany getragen, ihr kamen dann noch 2 Leute zur Hilfe. ![]()
Dann Wiederholung Kata Kudaka no Sochin und anschließend Bunkai der Kata in den Teilen Ju Ho, Go Ho, Buki Ho Bo & Buki Ho Bokken in 3er Teams bis ca. zum 1. Drittel. Begriffe wie "Break the balance, Escape, Move your Feet, Push, Pull, Think simple" wurden hier immer wieder in der Umsetzung geübt. Sven, Sandra und ich waren ein Team, Olaf durfte mit Shihan Mamadou und Shihan Abdulla aus Südafrika trainieren. Danach wieder Shiai-Training. Die Aussies sind schnell in den Kombinationen, gehen aber oft nicht nach, wenn man ausweicht. Es hat Spaß gemacht, mit ihnen zu trainieren. Im freien Randori merkte man dann schon, dass sie sich gerne hauen. Nick King musste zeigen, dass er der Beste der Besten ist und hat Reginald das Ohr blutig geschlagen. Naja.
Das Dinner stand im Zeichen des Western Styles. Speziell die Aussies freuten sich auf Fleisch, Fleisch, Fleisch. Alexandra, Tiffany und ich saßen wieder in der Vegetarier-Ecke vor unserem Gemüse, dass war nicht so richtig Western Style. Die Aussies hatten Feuerwerk im FamilyMart entdeckt und gekauft. Das wollten sie unbedingt am Strand loslassen. Also runter an den Strand. Sehr schnell kam der Strandwächter, der uns begreiflich machte, dass wir nicht schwimmen dürfen. Kein Problem. Kaum hatte Tim die erste Rakete gestartet, kam der Strandwächter wieder angefahren, diesmal versuchte er auf japanisch zu sagen, dass Feuerwerk auch nicht erlaubt ist, das wahr schon wesentlich schwieriger.
00:00 Uhr: Masamitsu-Shihan hat Geburtstag. Wir haben noch ein Ständchen gesungen, Masa hat noch Sake ausgegeben, dann war aber erstmal Schluss.
Kategorien : Japan
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