Tag 12: Training auf dem Gras, Grading, Recommended Dan, Shopping
21 07 2008
Die Sonne brannte, kein Wind. Das unvermeidliche Shiai-Training am Partner schlauchte. Dann wieder freies Arbeiten. Attacken nur mit Füssen, Attacken nur mit Händen, dann Attacken mit Füssen und Händen. Neuer Partner: Füsse, Hände, Füsse&Hände. Neuer Partner: Füsse, Hände, Füsse&Hände. Neuer Partner.... Wir haben die Beine kaum noch hochbekommen. Am Ende hätte ich mich am liebesten in den Pazifik übergeben. Mein Tape von den Füssen war längst verschwunden, Tim hat mir ausgeholfen, das Grass stach in die offenen Stellen, mit Tape ging das wieder. Kurze Pause. Zur Abkühlung konnte man den Schlauch jetzt gleich in den Gi halten, der war eh nass. Jetzt Lieblingskata zeigen, Hanshi korrigierte Fehler, gab Hinweise, wie es besser sein konnte. Dann wieder Bunkai Training, Sandra, Sven und ich bekamen die "Erlaubnis", die Kata fertig zu machen. Pause.
Das Grading wurde vorbereitet. Neben dem Training war das ja auch einer der Gründe, warum ich hierher gefahren bin. Die Prüfung zum 2. Dan hatte ich im April im Shindo gemacht. Die Übergabe-Zeremonie auf Okinawa, der Wiege des Karate, mit dem Stil-Oberhaupt Hanshi Hisataka und dem Blick auf Kudaka-Jima ist schon was besonderes.
Vier Gradings standen auf dem Programm: Francesca zum 1. Dan, Mark zum 4. Dan, Howard zum 6. Dan und ich zum 2. Dan. Francesca durfte als erste angrüßen, Verlesen und Überreichen der Urkunde und neuen Gürtel durch Hanshi und Masamitsu-Shihan überreichte noch einen Koshiki-Sticker für den Gi. Dann Abknien. Dann war ich dran, nach mir Mark und dann Howard.
Alten Gürtel ab, neuen Aufreissen, Überreichen an Hanshi, bei mir hat er schon vor 4 Jahren Schwierigkeiten gehabt, mit den Armen rumzukommen, das ist heute nicht leichter geworden. Dann noch etwas Special Sake trinken.
Verbeugung, Abgrüßen und Präsentation der einer Kata, damit man zeigen kann, dass man den Gürtel verdient hat. Naja, ganz so einfach bekommt man die Gürtel dann doch nicht, es steckt vorher bis dahin viel Schweiß drin unter Beobachtung des Shihans und bei solchen Gelegenheiten dann durch Hanshi.
Dann wurden noch die Recommendations verlesen. Während des Seminars hat sich Hanshi die Leistungen der Teilnehmer angeschaut und hat mit den Shihans besprochen, wer die nächste Graduierung beginnen soll. Sven ist jetzt recommended San Dan. ![]()
Abgrüßen, Fototermine, fertig. Klingt kurz, aber unter den Umständen und der Lokation einfach schön und ergreifend.
Nach der dem Grading war das Seminar eigentlich offiziell vorbei. Wir nutzten den Nachmittag, um auf der Kokusai Street den Tag ausklingen zu lassen. Eigentlich suchten wir den Shureido-Laden, um ein bisschen Budo-Artikel zu anzuschauen, der war aber wegen eines Feiertages geschlossen. Sven brauchte noch eine Starbuckstasse, T-Shirts wollten wir kaufen, so verging der Nachmittag.
Gegen sechs fuhren wir dann in Richtung Hotel, im Familymart kauften wir uns noch einen Sechserträger Orion, das okinawanische Bier, um uns einen gemütlichen Abend zu machen. Dann stellte sich heraus, dass es doch nochmal mit den verbliebenen Teilnehmern ein gemeinsames Dinner gab. Die Aussies wollten unbedingt nochmal ein Foto in Schlips und Kragen, weil sie es bisher nicht geschafft hatten, die guten Sachen anzuziehen. Da kamen wir ja noch gerade richtig: überrascht, verschwitzt und mit Einkaufstüten kamen wir zum Dinner dazu. ![]()
Der restliche Abend bestand in der Hauptsache aus Adressenaustausch, Autogramme geben auf diversen Koshiki-Fan-Artikeln und Wäschewaschen.
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