Tag 13: Shureido, Karate-Museum

22 07 2008

Olaf hatte vorgestern einen Termin mit Hokama Sensei, 10. Dan Kobudo & 10. Dan Gojuryu Karatedo, vereinbart. Hokama Sensei hatte über lange Jahre alles gesammelt, was er irgendwie über Kobudo und Karatedo finden und bekommen konnte und hat daraus in seinem Dojo ein kleines Museum gemacht. Aber bis dahin hatten wir noch ein wenig Zeit.

Los ging der Tag mit Frühstück, diesmal nicht mehr um 07:00 Uhr, das Seminar war ja vorbei. Hanshi hatte saß auch noch und genoß sein Frühstück, wir haben uns dazugesellt. Er war zum Scherzen aufgelegt, da Sven noch nicht da war, stellte er fest, er brauchte wohl solange, um sich die Haare zu kämmen. :-)

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach Naha, wir wollten zu Shureido, der gestern wegen des Feiertages geschlossen hatte. Aus meiner Sicht war es nicht so erquickend (der Laden in Tokyo war besser sortiert), aber immerhin haben Sandra einen neuen Kata-Bo und Sven neuen Tonfas erstanden. Der Vorteil: Die Qualität des Holzes ist einfach besser und die Teile sind nicht so fürchterlich lackiert wie das, was wir in Deutschland bekommen.

Dann ab ins Taxi und ins Karate-Museum. Aufgrund der wenigen Straßennamen und der völlig ungeordneten Nummerierung der Häuser ist Taxifahren immer etwas spannend. Zum Glück hatten wir eine Adresse und eine Telefonnummer. Der Taxifahrer rief dann bei Hokama-Sensei an und ließ sich den Weg beschreiben. Nach mehrfachen Nachfragen sind wir dann endlich angekommen, konnten aber noch nicht raus, weil dem Taxifahrer nicht klar war, an welcher Seite der 3 möglichen Seiten der Eingang war. So verbrachten wir ca. 5 min damit, immer wieder um das Haus herumzufahren. :-)

Hokama-Sensei empfing uns sehr nett und lud uns erstmal zum Tee ein. Kurz Smalltalk, wo wir herkommen und bei wem wir trainieren. Zu Deutschland fiel ihm die schnelle Autobahn ein. Er war zu einem Seminar in Deutschland, wo sie dann auch mit ihm eine  Besichtigung von Schlössern gemacht haben, die Anfahrt war halt sehr schnell und er ist vor Angst bald gestorben. Seine Gestik noch dazu, es war köstlich.

Eine halbe Stunde später kam noch eine französische Karategruppe, wir brachen die Teerunde ab und besichtigten die Ausstellung. Sehr interessant und vielseitig, was er dort zusammengetragen hat. Witzig war ein Aufnäher vom Shorinjiryu Kenkokan Karatedo, wo er unsere senkrechte Faust ebenmal waagerecht aufgehängt hat. Geirrt oder Joke? Beides ist bei ihm vorstellbar. Wir hatten noch etwas Zeit, uns auch im Dojo umzuschauen. Das ließ auch ein hartes Training vermuten, was dort so an Trainingsmaterial stand. Zum Schluss noch ein gemeinsames Foto und dann ging es wieder zurück.

Im Hotel bereiteten wir und langsam auf den Abflug vor. Nach dem leckeren Abendbrot hies es dann Sachen packen. Morgen geht es nach Osaka.


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