Tag 15: Rückflug

24 07 2008

Tja für mich war es das. Hier trennen sich die Wege von mir und Olaf, Sandra&Sven. Während die 3 noch gut eine Woche in Japan unterwegs sind, trete ich die Heimreise an, weil ich gerne bei der 50. Geburtstagsparty meines besten Freundes dabei sein möchte. Und ehrlich gesagt: Nachdem die ganze Action vorbei war und wieder Zeit war, über sich selber nachzudenken, habe ich schon ein großes Heimweh bekommen nach meinen 3 Frauen zu Hause.

Der Weg führte mich von Osaka nach Nagoya mit dem Shinkansen. Früh 05:30 Uhr hat mich Sven verabschiedet und bin mit Sack und Pack zur Metro, die mich zum Bahnhof brachte. Mit dem Shinkansen ging es nach Nagoya. Shinkansen fahren ist schon ein Erlebnis. 1. Klasse ICE kann sich meiner Meinung nach noch voll verstecken hinter einem Normalticket im Shinkansen. Selbst für mich bei 190cm Höhe war noch richtig viel Platz. Für einen Japaner ist das noch viel riesiger.


In Nagoya angekommen, ging es dann weiter zum International Airport mit der lokalen Bahn. Da ich etwas unbeholfen versucht habe, am Ticketautomaten ein Ticket zu ziehen, hatte ich sofort eine nette Japanerin an der Seite, die mir all die Optionen erklärte, die ich hatte, um zum Airport zu kommen.


Am Abflugschalter war eine Schlange, noch 1 1/2 Stunden bis zum Abflug. Als ich dann dran war, stellte man leider fest: Übergepäck. Ich hatte die Optionen einen Freund anzurufen (fiel aus, ich kenne niemanden in Nagoya), ein Paket zu packen und es mit der Post zu schicken (fiel auch aus, inzwischen war es nur noch eine Stunde bis zum Abflug), Sachen auszupacken (auch keine Alternative, die die richtig was gebracht hätten, waren zu teuer siehe nächste Option) oder 5200 Yen (32 EUR) pro kg Übergepäck zu bezahlen. In den letzten sauren Apfel musste ich beissen. Da ich nur noch 1000 Yen hatte, wollte ich per Mastercard zahlen: Es tut uns schrecklich leid, aber wir dürfen nur VISA akzeptieren. Der Blutdruck stieg, noch 50min bis zum Abflug. Die rettende Idee: Irgendwo sind Geldautomaten im Flughafengebäude (Maestro Karten funktionieren inzwischen fast überall). Eine Stewardess ist dann mit mir losgelaufen, damit nicht mehr soviel Zeit verloren geht bei der Suche. Inzwischen haben die anderen Stewardessen meine Sachen eingecheckt, meine Boardkarten fertig gemacht, ich habe bezahlt und bin ab zum Checkin, 30min bis zum Abflug. Irgendwie hatte ich mir den Abflug etwas entspannter vorgestellt.


Jetzt ging es nach Hause. Kurzer Zwischenaufenthalt in Helsinki, dann Weiterflug nach Hamburg. (Insgesamt 12 Stunden reine Flugzeit). In Hamburg hab ich dann wieder gemerkt: Du bist in Deutschland, es waren einfach keine freundlichen Gesichter im Bahnhof zu entdecken, nur genervte Reisende, weil die Züge wieder drastisch Verspätung hatten und von genervten Reisenden genervtes Personal.


Egal. Die 1 1/2 Stunden hab ich dann auch geschafft und bin von meinen 3 Frauen ganz lieb in Hannover in Empfang genommen worden.


Endlich zu Hause.


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